Der aus Algerien stammende A reiste 1996 im Alter von 22 Jahren nach Deutschland ein. Im Jahre 2000 heiratete er die Deutsche D und erhielt daraufhin eine Aufenthaltserlaubnis. 2001 und 2002 wurden die Kinder K1 und K2 geboren. Mitte 2004 trennten sich die Eheleute. D zog mit den Kindern in ein Frauenhaus. 2006 wurde die Ehe geschieden. A hielt zu seinen Kindern keinerlei Kontakt; mit der D verabredete Besuche an den Wochenenden hielt A nicht ein. Nachdem A wegen verschiedener Straftaten zu einer 8monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden war, lehnte die zuständige Ausländerbehörde mit Verfügung vom 1. Juli 2008 die Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis ab, wies den A aus und drohte ihm die Abschiebung an. A erhob Widerspruch. Zwei Wochen nach Erhalt der Verfügung vom 1. Juli 2008 bat A beim Jugendamt um Umgangskontakte zu seinen Kindern. Das Jugendamt lehnte diesen Antrag unter Hinweis auf Bedrohungen ab, die A gegenüber D ausgesprochen hatte. Daraufhin stellte A beim Amtsgericht einen Antrag auf Umgangsregelung, über den noch nicht endgültig entschieden ist. D ist mit einem Umgang des A mit den Kindern nicht einverstanden. Eine dem A zunächst erteilte Duldung verlängerte die Ausländerbehörde nicht.

Als A nach Algerien abgeschoben werden soll, wendet er sich an das zuständige Verwaltungsgericht und sucht um einstweiligen Rechtsschutz gegen die Verfügung vom 1. Juli 2008 sowie um einstweilige Verpflichtung der Ausländerbehörde zur Erteilung einer Duldung nach. Die Ausländerbehörde wendet ein, A habe sich jahrelang um seine Kinder nicht gekümmert und verhalte sich rechtsmißbräuchlich, wenn er sich um ein Umgangsrecht ersichtlich nur deshalb bemühe, um einer Abschiebung zu entgehen. Wie wird das Verwaltungsgericht entscheiden?