EU-Datenschutz-Grundverordnung

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr Dr. Andreas Middeke

Zu unserer Tagung in Saarbrücken:

1935 entschied sich das Saarland für eine Angliederung an das Deutsche Reich. Als Belohnung "schenkte" Hitler Saarbrücken ein Staatstheater, das 1937 und 1938 erbaut wurde und einen Haupteingang Richtung Paris besitzt.

Zwei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Saarland ein autonomer Staat mit Saarbrücken als Hauptstadt, einer Währungs-, Wirtschafts- und Verteidigungsunion mit Frankreich und einer französischen Botschaft. Das Gebäude existiert bis heute und wird von den Saarbrückern schmales Handtuch" genannt, weil es fast 100 Meter lang, aber nur acht breit ist.

Das Saarland war damals eigenständiges Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA gewesen. Die saarländische Fußballauswahl trug 19 Länderspiele aus. Unter anderem traf das Saarland in der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in Bern auf die deutsche Nationalmannschaft. Das saarländische NOK erreichte eine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 1952.

1955 wurde eine Volksbefragung über die Zukunft des Saarlandes durchgeführt. 67,7 Prozent der Saarländer stimmten gegen ein sogenanntes Saarstatut, das das Saarland zum ersten europäischen Territorium machen und die sich heute in Brüssel, Luxemburg und Straßburg befindlichen Institutionen der Europäischen Union in Saarbrücken und Umgebung ansiedeln wollte. Als Folge des Ergebnisses der Volksbefragung fand statt dessen am 1. Januar 1957 die sog. kleine Wiedervereinigung statt; als zehntes Land (ohne West-Berlin) kam das Saarland zur Bundesrepublik Deutschland.

Mit einer Gebiets- und Verwaltungsreform im Jahre 1974 wurde Saarbrücken mit elf umliegenden Städten und Gemeinden vergrößert; die Einwohnerzahl verdoppelte sich nahezu auf über 200.000 Menschen, das Stadtgebiet verdreifachte sich etwa. Gleichzeitig wurde die bislang kreisfreie Stadt Saarbrücken mit dem Landkreis Saarbrücken zum Stadtverband Saarbrücken vereinigt. Damit entstand erstmals in Deutschland ein Kommunalverband besonderer Art.

Zu unserer Tagung in Speyer:

Der Dom in Speyer - bereits seit 1981 Weltkulturerbe - ist die größte romanische Kirche der Welt. Der Altkanzler und gelernte Historiker Kohl, dessen Grab sich auf dem Alten Friedhof in Speyer befindet, soll gesagt haben, dass man man die Einheit europäischer Geschichte besonders eindringlich in diesem Dom spüre.

Die in dem - früher Kurpfalz genannten und links- sowie rechtsrheinische Gebiete umfassenden - Territorium einer Pfalzgrafschaft gelegene Reichsburg Trifels war im 12. und 13. Jahrhundert rund 150 Jahre lang Mittelpunkt zahlreicher historischer Ereignisse. In dieser Zeit war der Trifels Aufbewahrungsort der Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reichs, welches sich - neben der Kurpfalz - auf viele weitere Territorien - u. a. Teile des heutigen Italiens und Frankreichs - erstreckte und dem Zusammenleben der Landesherren einen rechtlichen Rahmen setzte. Nicht zuletzt durch ihren berühmtesten Gefangenen, dem englischen König Richard Löwenherz, und der Blondelsage erlangte die Burg einen gewissen Bekanntheitsgrad.

Nach der Französischen Revolution wurde die heutige Pfalz französisch, wurde Département du Mont-Tonnerre genannt und kam in den Genuss der Errungenschaften der Revolution: Französisches Recht (u. a. Code civile und Code pénale de 1810) bedeutete die Einführung der Gewaltenteilung, eines geregelten Verfahrensganges, die Beachtung von Verteidigerrechten und verbindliche Vorgabe des Rechtsweges. Jedem Bürger war das gleiche Recht und öffentliche Gerichtsverfahren garantiert. Der Bevölkerung, die bis dahin in kleinen Territorien gelebt hatte, wurde der Zugang zu einem großen Wirtschaftsraum ohne Zollschranken eröffnet. Nach den Befreiungskriegen und dem Wiener Kongress gehörte das linksrheinische Territorium der Pfalz ("Rheinbayern", "Rheinpfalz") von 1816 bis 1918 - zunächst als sog. Rheinkreis, ab 1837 als Pfalz - zum Königreich Bayern. Unter der bayerischen Herrschaft blieben im Rheinkreis die demokratischen Errungenschaften der Französischen Revolution –wie die Pressefreiheit und der Code civil - teilweise erhalten. Unter diesen Bedingungen fand auf dem Hambacher Schloss 1832 das Hambacher Fest statt. Ein zuvor erlassenes Verbot des Festes durch den pfälzische Regierungspräsident hatte dieser nach Protesten, Zeitungsaufrufen und Gutachten liberaler zweibrücker Juristen aufgehoben. Heinrich Heine und andere hatten geglaubt, dass die deutsche Revolution in der Pfalz, und zwar in Zweibrücken, beginnen würde.

 

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